Kategoriearchiv: Nachhaltiger Alltag & Zero Waste

Plastikfrei leben – Dein Schritt-für-Schritt-Weg zu weniger Müll

Zero Waste im Alltag

Der Wunsch, bewusster und nachhaltiger zu leben, ist bei vielen groß. Doch im Supermarkt, in der Drogerie oder beim Online-Shopping steht man oft vor einer scheinbar unbezwingbaren Wand aus Plastikverpackungen. Wenn auch du dir die Frage stellst: „Wie gelingt ein plastikfreier Alltag eigentlich, ohne dass er in Stress ausartet?“, dann habe ich heute einen wertvollen Buchtipp für dich.

„Eine Auswahl an plastikfreien Alternativen für den Haushalt, darunter Glasbehälter, Stoffbeutel, Holzbürsten und Bienenwachstücher auf einem Holztisch, als Symbol für einen Zero Waste Alltag.“

Warum „Plastikfrei leben“ ein Must-read für dich ist

Das Buch „Plastikfrei leben – Zero Waste im Alltag“ ist mehr als nur eine Sammlung theoretischer Fakten. Es ist ein praktischer Wegweiser, der dich genau dort abholt, wo du stehst.

Das, was dieses Buch besonders für unseren Blog https://enkelgerecht-leben.de auszeichnet, ist der Fokus auf Machbarkeit. Anstatt von einem Tag auf den anderen Perfektion zu erwarten, zeigt es auf, wie wir durch kleine, bewusste Entscheidungen den Plastikmüll in unserem Zuhause massiv reduzieren können.

Das erwartet dich im Buch:

  • Einfache Strategien: Konkrete Tipps für Küche, Bad und unterwegs, die sich leicht in den Familienalltag integrieren lassen.
  • Hintergrundwissen: Ein tieferer Einblick, warum Plastikvermeidung nicht nur ein Trend, sondern ein aktiver Beitrag für die Zukunft unserer Enkel ist.
  • Inspirierende Ansätze: Wege, wie man Schritt für Schritt – statt radikal – zu einem nachhaltigeren Konsum findet.

Mein Fazit: Ein Buch für alle, die wirklich etwas ändern wollen

Nachhaltigkeit bedeutet nicht, alles sofort perfekt machen zu müssen. Es bedeutet, den ersten Schritt zu wagen. Dieses Buch liefert dir das nötige Handwerkszeug, um dich im Dschungel der Verpackungen zurechtzufinden und mit Freude an deinem eigenen „enkelgerechten“ Lebensstil zu arbeiten.

Bist du bereit für weniger Müll und mehr Bewusstsein?

Das Buch ist ein fantastischer Begleiter für alle, die ihren ökologischen Fußabdruck minimieren wollen. Egal, ob du bereits Zero-Waste-Profi bist oder gerade erst anfängst, dich mit dem Thema Plastikvermeidung auseinanderzusetzen – du wirst in diesem Werk wertvolle Impulse finden.

(Hier findest du das Buch bei Amazon.de)*

(Suchst du plastikfreie Vorratsbehälter?)*

Waschmaschine in Betrieb

Saubere Wäsche, reines Gewissen: Flüssigwaschmittel ökologisch selbst herstellen

Bild von Suppenkasper auf Pixabay

In meinem Bestreben, enkelgerecht zu leben und den Alltag nachhaltiger zu gestalten, stoße ich immer wieder auf Wege, wie wir den Ressourcenverbrauch minimieren und gleichzeitig unsere Umwelt schonen können. Ein Bereich, der oft voller unnötiger Chemie und Plastikmüll steckt, ist unser Wäschekorb. Doch es gibt eine fantastische, einfache und kostengünstige Alternative zu herkömmlichem Flüssigwaschmittel: Selbstgemachtes ökologisches Flüssigwaschmittel!

Warum der Aufwand, fragst du dich? Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

Unser Alltag steckt voller Dinge, die wir einfach so kaufen, obwohl es viel einfache Wege gibt. Ein echter Klassiker dafür ist der Wäschekorb. Überall stehen riesige Plastikflaschen herum, vollgepumpt mit Chemie und künstlichen Düften. Dabei geht es auch anders. Mit ein paar einfachen Zutaten rührst du dir dein Flüssigwaschmittel ganz leicht selbst zusammen. Das spart Müll, schont den Geldbeutel und hält die Haut frei von unnötigen Reizstoffen.

Wer den eigenen Haushalt schrittweise umstellt, merkt schnell, wie gut das tut. Der eigene Ansatz für ein enkelgerechtes Leben fängt genau da an, wo wir Müll vermeiden können. Die Vorteile von selbstgemachtem Waschmittel liegen offen auf dem Tisch. Keine aggressiven Duftstoffe und keine Chemikalien landen im Abwasser. Das freut die sensible Haut und schützt die Natur.

Auch der Plastikmüll fällt komplett weg. Du nutzt einfach alte Flaschen immer wieder. Die Zutaten sind günstig und halten ewig. So behältst du die volle Kontrolle darüber, was überhaupt an deine Kleidung kommt. Der Aufwand ist minimal, der Effekt für die Umwelt ist spürbar.

Eine gleichmäßige Reihenanordnung von vielen identischen Kunststoffflaschen mit weißem Verschluss, gefüllt mit gelb-goldener Flüssigkeit, aufgenommen aus der Perspektive von schräg oben.
Bild von Frank Habel auf Pixabay

Das brauchst du für dein ökologisches Flüssigwaschmittel

Die Zutaten für das DIY-Waschmittel bekommst du in fast jedem Supermarkt, in der Drogerie oder direkt im Bioladen.

Du brauchst dreißig Gramm Kernseife oder am besten Savon de Marseille. Achte beim Kauf darauf, dass die Seife möglichst naturbelassen und frei von Palmöl ist. Sie bildet das Fundament für die reinigende Kraft im Topf.

Dazu kommen zwei Liter Wasser. Am besten nimmst du abgekochtes oder warmes Wasser, aber normales Leitungswasser tut es im Grunde auch.

Als nächste Zutat brauchst du dreißig Gramm Waschsoda, also Natriumcarbonat. Soda ist ein echtes Kraftpaket im Haushalt. Es erhöht die Waschkraft des Wassers und löst Fette spielend leicht. Pass beim Umgang nur auf und atme den feinen Staub lieber nicht ein.

Wer mag, gibt noch zehn bis zwanzig Tropfen ätherisches Öl dazu. Lavendel, Teebaumöl oder Zitrone sorgen für einen dezenten und frischen Duft nach dem Waschen. Hilfreiche Infos und Hintergründe zu umweltfreundlichen Waschsubstanzen findest du übrigens beim Umweltbundesamt.

Schritt für Schritt zum eigenen Waschmittel

Zutaten und Utensilien für die DIY-Herstellung von Flüssigwaschmittel auf einer weißen Ablage vor einer weißen Backsteinwand: Drei grüne Glasflaschen mit einem Edelstahltrichter, eine Dose Reine Soda, Kernseife, eine Handreibe, ein Schneebesen in einem Glas, ätherisches Öl und Korken.
Bild: ip6media, Peter von Hacht

Der Weg zum fertigen Waschmittel dauert nicht lange. Als Erstes nimmst du dir eine ganz normale Küchenreibe. Rasple die dreißig Gramm Kernseife so fein wie möglich. Je feiner die Seifenflocken sind, desto schneller lösen sie sich später im heißen Wasser auf.

Gib die geraspelte Seife danach in einen großen Topf. Gieße die zwei Liter warmes Wasser dazu. Stell den Topf auf den Herd und erwärme das Ganze bei mittlerer Hitze. Rühre dabei immer wieder um, bis sich die Seife komplett aufgelöst hat. Es entsteht eine milchige Flüssigkeit. Lass das Wasser dabei auf gar keinen Fall kochen.

Nimm den Topf jetzt von der Platte. Gib das Waschsoda langsam und sehr vorsichtig hinzu. Rühre die Flüssigkeit dabei ununterbrochen um. Soda neigt dazu, leicht aufzuschäumen. Rühre so lange weiter, bis sich das Pulver vollständig im Seifenwasser gelöst hat.

Jetzt heißt es erst einmal warten. Lass die Mischung für einige Stunden, am besten einfach über Nacht, in Ruhe abkühlen. Du wirst sehen, dass die Masse mit der Zeit deutlich dicker wird. Sie nimmt eine gelartige Konsistenz an, die typisch für Flüssigwaschmittel ist.

Falls du einen Duft verwenden möchtest, rührst du die ätherischen Öle erst jetzt ein, wenn das Waschmittel abgekühlt ist.

Zum Schluss füllst du die Masse ab. Dafür eignen sich alte, gründlich ausgespülte Waschmittelflaschen oder große Glasflaschen mit einem weiten Hals perfekt.

Anwendung und Tipps für den Alltag

Die Anwendung unterscheidet sich kaum von gekauftem Waschmittel. Für eine normale Ladung Bunt- oder Kochwäsche gibst du etwa fünfzig bis einhundert Milliliter in das Waschmittelfach deiner Maschine. Bei hartem Wasser oder sehr schmutziger Kleidung nimmst du einfach einen kleinen Schluck mehr.

Da sich die natürlichen Inhaltsstoffe in der Flasche mit der Zeit absetzen, schüttelst du sie vor jedem Waschen kurz durch. Das selbstgemachte Waschmittel funktioniert bei niedrigen Temperaturen genauso gut wie bei heißen Waschgängen.

Wenn du weiße Wäsche hast, die nach einigen Wochen etwas grau wirkt, streust du einfach einen Löffel Natron oder Sauerstoffbleiche direkt mit in die Hauptwäschekammer. Das hält die helle Kleidung strahlend sauber.

Das fertige Waschmittel hält sich problemlos über viele Wochen im Haus. Wer ätherische Öle mit einer leichten Konservierungswirkung wie Teebaumöl nutzt, verlängert die Haltbarkeit sogar noch ein Stück. Weitere Tipps für ein plastikfreies und naturverbundenes Zuhause stellt der NABU bereit.

Probier es einfach mal aus. Es macht Spaß, Dinge selbst zu machen, die sonst unnötig Geld kosten und Müll produzieren. Deine Wäsche wird sauber, du sparst Plastikmüll und gehst einen weiteren konsequenten Schritt hin zu einem nachhaltigen und enkeltauglichen Alltag.


Hast du auch schon selbst Waschmittel hergestellt? Teile deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Zerlegte Smartphones. Bild von Bruno auf Pixabay

Mehr als nur „gebraucht“

Bild von Bruno auf Pixabay

Warum ein generalüberholtes Telefon die smarte Alternative zum Neukauf ist

In unserer schnelllebigen Zeit, in der jedes Jahr gefühlt ein neues Smartphone-Modell auf den Markt kommt, gerät eine kluge und nachhaltige Option oft in den Hintergrund: das generalüberholte Telefon. Lange Zeit haftete ihm das Image des „billigen Gebrauchtgeräts“ an. Doch diese Zeiten sind vorbei. Generalüberholte Smartphones sind längst eine ernstzunehmende und in vielerlei Hinsicht überzeugende Alternative zum fabrikneuen Gerät – sowohl für deinen Geldbeutel als auch für die Umwelt.

Was bedeutet „generalüberholt“ eigentlich genau?

Der Begriff „generalüberholt“ (oft auch „refurbished“ genannt) beschreibt gebrauchte Smartphones, die einem professionellen Aufbereitungsprozess unterzogen wurden. Das ist weit mehr als nur eine oberflächliche Reinigung. In der Regel umfasst dieser Prozess:

  • Gründliche Reinigung: Das Gerät wird innen und außen professionell gereinigt.
  • Funktionsprüfung: Sämtliche Hardware- und Softwarefunktionen werden detailliert getestet (Display, Kamera, Akku, Anschlüsse, Lautsprecher, etc.).
  • Reparaturen: Defekte oder mangelhafte Komponenten werden durch neue oder einwandfreie Gebrauchtteile ersetzt.
  • Datenlöschung: Alle vorherigen Daten werden sicher und unwiederbringlich gelöscht.
  • Software-Update: Das Gerät wird auf die neueste verfügbare Softwareversion aktualisiert.
  • Optische Aufbereitung: Je nach Zustandskategorie werden Gebrauchsspuren beseitigt oder zumindest deutlich reduziert.
  • Qualitätskontrolle: Am Ende des Prozesses erfolgt eine erneute, umfassende Qualitätskontrolle, um sicherzustellen, dass das Gerät einwandfrei funktioniert.

Die Vorteile eines generalüberholten Telefons liegen auf der Hand:

  • Deutlich günstiger: Der offensichtlichste Vorteil ist der Preis. Generalüberholte Smartphones sind in der Regel deutlich preiswerter als neue Modelle mit vergleichbarer Leistung. Hier lässt sich oft einiges an Geld sparen, ohne auf Top-Technologie verzichten zu müssen.
  • Nachhaltigkeit pur: Mit dem Kauf eines generalüberholten Telefons leistest du einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Du verlängerst die Lebensdauer eines bereits produzierten Geräts und trägst so dazu bei, den Ressourcenverbrauch für die Herstellung neuer Smartphones zu reduzieren. Die Produktion neuer Elektronik ist energieintensiv und verbraucht wertvolle Rohstoffe.
  • Weniger Elektroschrott: Indem du ein generalüberholtes Gerät nutzt, hilfst du, die stetig wachsende Menge an Elektroschrott zu verringern. Elektroschrott enthält oft schädliche Substanzen und die fachgerechte Entsorgung und das Recycling sind entscheidend für den Schutz unserer Umwelt.
  • Geprüfte Qualität: Seriöse Anbieter von generalüberholten Telefonen bieten in der Regel eine Gewährleistung auf ihre Geräte an, oft vergleichbar mit der Gewährleistung für Neuware (meist 12 Monate). Das gibt dir als Käufer Sicherheit und zeigt, dass das Gerät sorgfältig geprüft und aufbereitet wurde.
  • Sofort verfügbar: Im Gegensatz zu manchen neuen Modellen, die bei Markteinführung schwer erhältlich sein können, sind generalüberholte Telefone in der Regel sofort lieferbar.
  • Vielfalt an Modellen: Der Markt für generalüberholte Geräte bietet oft eine größere Auswahl an älteren oder selteneren Modellen, die neu möglicherweise nicht mehr erhältlich sind.

Worauf du beim Kauf achten solltest:

Um sicherzustellen, dass du ein qualitativ hochwertiges generalüberholtes Telefon erhältst, solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Seriöser Anbieter: Kaufe nur bei vertrauenswürdigen Händlern oder Online-Shops, die sich auf generalüberholte Elektronik spezialisiert haben und transparente Informationen zum Aufbereitungsprozess geben.
  • Zustandskategorien: Achte auf die Beschreibung des optischen Zustands (z.B. „wie neu“, „sehr gut“, „gut“). Seriöse Anbieter geben detaillierte Informationen über mögliche Gebrauchsspuren.
  • Gewährleistung: Eine angemessene Gewährleistungszeit (mindestens 12 Monate) ist ein gutes Zeichen für die Qualität der Aufbereitung.
  • Rückgaberecht: Ein faires Rückgaberecht gibt dir die Möglichkeit, das Gerät bei Nichtgefallen zurückzusenden.
  • Bewertungen und Testberichte: Lies dir Kundenbewertungen und unabhängige Testberichte zum Anbieter durch.

Fazit:

Ein generalüberholtes Telefon ist längst keine Notlösung mehr, sondern eine clevere und verantwortungsbewusste Entscheidung. Du sparst Geld, schonst die Umwelt und erhältst ein voll funktionsfähiges Smartphone mit geprüfter Qualität. Beim nächsten Telefonkauf solltest du diese nachhaltige Alternative definitiv in Betracht ziehen – dein Geldbeutel und die zukünftigen Generationen werden es dir danken!

Klares Wasser. Foto: ip6media, Peter von Hacht

Jeder Tropfen zählt: Einfache Tipps zum Trinkwassersparen im Alltag

Unser Trinkwasser ist kostbar, auch wenn es uns oft selbstverständlich erscheint. Gerade in längeren Trockenperioden wird uns bewusst, wie wichtig ein bewusster Umgang mit dieser Ressource ist. Dabei ist Wassersparen gar nicht kompliziert und lässt sich mit ein paar einfachen Gewohnheiten in unseren Alltag integrieren – und ganz nebenbei den Geldbeutel schonen!

Kleine Veränderungen, große Wirkung:

  • Beim Zähneputzen: Wasser nicht laufen lassen! Becher nutzen.
  • Duschen statt Baden: Ein Vollbad verbraucht ein Vielfaches an Wasser im Vergleich zu einer kurzen Dusche.
  • Reparieren statt Tropfen lassen: Undichte Wasserhähne und tropfende Spülkästen verschwenden unnötig Wasser. Eine schnelle Reparatur lohnt sich.
  • Spülmaschine und Waschmaschine voll beladen: Warte, bis die Geräte wirklich voll sind, bevor du sie anstellst. Nutze Eco-Programme.
  • Regenwasser nutzen: Sammle Regenwasser für die Gartenbewässerung. Das spart wertvollles Trinkwasser.
  • Bewusst gießen: Gieße Pflanzen lieber seltener, aber dafür durchdringend. Das regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen und widerstandsfähiger gegen Trockenheit zu werden. Gieße am besten früh morgens oder spät abends, um Verdunstung zu minimieren.
  • Kurz spülen: Beim Abwaschen per Hand: Wasser nicht unnötig lange laufen lassen.
  • Weniger ist mehr: Überlege, wo du im Alltag Wasser einsparen kannst – vielleicht beim Autowaschen oder beim Putzen?

Gemeinsam können wir einen Unterschied machen! Jeder eingesparte Tropfen hilft, unsere wertvolle Ressource Trinkwasser zu schützen – für uns und zukünftige Generationen. Fang einfach an!

Foto: ip6media / Peter von Hacht

Vier Bank- oder Kreditkarten. Bild von Roman Ivanyshyn auf Pixabay

Vorsicht, Elektroschrott im Portemonnaie!

Bild von Roman Ivanyshyn auf Pixabay

So entsorgst du deine alten Bank- und Kreditkarten richtig
Wir tauschen sie regelmäßig aus: Bankkarten, Kreditkarten, Kundenkarten mit Bezahlfunktion. Was aber passiert mit den alten Plastikkärtchen, wenn sie ihre Gültigkeit verlieren oder defekt sind? Viele landen achtlos im Hausmüll – ein Fehler, denn Bank- und Kreditkarten gehören zum Elektroschrott!

Warum sind Bankkarten Elektroschrott?

Auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos aussehen, enthalten moderne Bank- und Kreditkarten elektronische Komponenten:

  • Chip: Der integrierte Chip speichert sensible Daten und ermöglicht sichere Transaktionen. Er enthält winzige elektronische Schaltkreise.
  • Magnetstreifen: Auch der Magnetstreifen dient der Datenspeicherung.
  • Antenne (bei kontaktlosen Karten): Für das kontaktlose Bezahlen ist eine kleine Antenne in die Karte eingearbeitet.

Diese elektronischen Bauteile machen die Karten zu Elektro- und Elektronikaltgeräten (ElektroG) und somit zu Elektroschrott. Die falsche Entsorgung im Hausmüll kann nicht nur wertvolle Ressourcen verschwenden, sondern auch Umweltprobleme verursachen, wenn die enthaltenen Materialien nicht fachgerecht recycelt werden.

So entsorgst du deine alten Bank- und Kreditkarten richtig:

Glücklicherweise gibt es verschiedene Wege, deine alten Karten umweltfreundlich und sicher zu entsorgen:

  • Zerschneiden und zur Bank bringen: Der wichtigste erste Schritt ist, die Karte unbrauchbar zu machen, indem du den Chip und den Magnetstreifen mehrfach zerschneidest. Viele Banken bieten die Rücknahme alter Karten an. Frage einfach bei deiner Filiale nach, ob sie eine Sammelbox für alte Karten haben oder wie sie die Entsorgung empfehlen.
  • Sammelstellen für Elektroschrott: Kommunale Wertstoffhöfe oder Sammelstellen für Elektroschrott nehmen in der Regel auch kleine Elektrogeräte wie Bank- und Kreditkarten entgegen. Informiere dich auf der Webseite deiner Stadt oder Gemeinde über die nächstgelegene Sammelstelle.
  • Aktionen von Entsorgungsunternehmen: Einige Entsorgungsunternehmen bieten spezielle Sammelaktionen für Elektroschrott an, bei denen auch kleine Geräte abgegeben werden können.
  • Spezielle Recyclingprogramme (selten): Vereinzelt gibt es Initiativen oder Pilotprojekte, die sich speziell dem Recycling von Plastikkarten widmen. Informiere dich online, ob es in deiner Region solche Programme gibt.

Wichtig für die Sicherheit:

Auch wenn du deine Karte zerschneidest, ist es ratsam, sie nicht einfach in den Hausmüll zu werfen. Die Gefahr, dass sensible Daten rekonstruiert werden könnten, ist zwar gering, aber nicht ausgeschlossen. Die Entsorgung über die oben genannten Wege ist sicherer und umweltfreundlicher.

Fazit:

Denke beim nächsten Austausch deiner Bank- oder Kreditkarte daran: Sie gehört nicht in den Hausmüll! Durch die richtige Entsorgung über Sammelstellen oder deine Bank leistest du einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung. Sei ein Vorbild und entsorge deinen „Elektroschrott im Portemonnaie“ verantwortungsbewusst!
Die Entsorgung über den Hausmüll stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

KI-generiertes Bild zum Worla Cleanup Day

World Cleanup Day

Der World Cleanup Day ist eine globale Bewegung, die Menschen auf der ganzen Welt dazu mobilisiert, gemeinsam ihre Umwelt von Müll zu befreien. Er findet jährlich am dritten Samstag im September statt.

Kernidee:

Die Hauptidee hinter dem World Cleanup Day ist es, Bewusstsein für das globale Müllproblem zu schaffen und durch gemeinsames, sichtbares Handeln positive Veränderungen anzustoßen. Es geht darum, lokale Gemeinschaften zu aktivieren, Freiwillige zusammenzubringen und öffentliche Plätze, Strände, Wälder, Flüsse und Städte von herumliegendem Müll zu säubern.

Ziele:

  • Aufräumen: Direktes Entfernen von Müll aus der Umwelt.
  • Bewusstsein schaffen: Sensibilisierung der Bevölkerung für die Problematik der Umweltverschmutzung durch Müll und deren Folgen.
  • Veränderung anstoßen: Förderung eines verantwortungsvolleren Umgangs mit Ressourcen und die Reduzierung von Müllproduktion langfristig.
  • Gemeinschaft stärken: Zusammenbringen von Menschen unterschiedlicher Hintergründe für ein gemeinsames Ziel.
  • Daten sammeln: In vielen Aktionen wird auch Müll gesammelt und analysiert, um Informationen über die Art und Herkunft des Mülls zu gewinnen und so Lösungsansätze zu entwickeln.

Wie funktioniert es?

Der World Cleanup Day ist eine Grassroots-Bewegung, die von Freiwilligen und Organisationen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene getragen wird. Jeder kann mitmachen, indem er:

  • Selbst eine Aufräumaktion organisiert.
  • Sich einer bestehenden Aufräumaktion anschließt.
  • Freunde, Familie und Kollegen mobilisiert.
  • In den sozialen Medien auf die Aktion aufmerksam macht.

Bedeutung:

Der World Cleanup Day ist mehr als nur eine einmalige Aufräumaktion. Er ist ein kraftvolles Symbol für globales Engagement und Solidarität im Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Er zeigt, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann und dass gemeinsames Handeln positive Auswirkungen hat. Die gesammelten Erfahrungen und das geschaffene Bewusstsein sollen langfristig zu einem nachhaltigeren Umgang mit unserer Umwelt führen.

Bist du dabei?

Mach mit beim nächsten World Cleanup Day und hilf mit Wälder, Strände, Straßen, Wege, Parks und Gewässer von achtlos beseitigtem Müll zu befreien.

Historischer Beschluss gegen Plastik

Deutschland wertet die wegweisende Abstimmung der UN-Umweltversammlung Unea in Nairobi zu Plastikmüll als großen Erfolg.

Die UN-Umweltversammlung UNEA will die Verschmutzung der Welt mit Plastikmüll beenden. Auf ihrer 5. Sitzung im März 2022 in Nairobi verabredeten die Mitglieder, bis 2024 ein rechtlich bindendes Abkommen zu schließen, das den umweltgerechten Umgang mit Plastik von der Herstellung, über den Gebrauch bis hin zu Wiederverwertung oder Entsorgung im Müll regelt. Deutschland sieht in dem Beschluss einen großen Erfolg, „vergleichbar mit dem Pariser Klimaschutzabkommen“, sagte die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke in Nairobi.

Der umfassende Ansatz im Kampf gegen Plastikmüll war ein zentrales Anliegen der deutschen Regierung, für das sie sich gemeinsam mit vielen afrikanischen, lateinamerikanischen, asiatischen und europäischen Staaten lange eingesetzt hatte. Der internationale und multilaterale Kampf gegen den Klimawandel und für einen besseren Schutz der Umwelt ist eines der zentralen Ziele der Regierungskoalition. „In Deutschland, in Europa und international werde ich mich für starke und verbindliche Regelungen zum Plastikmüll und zum Meeresschutz einsetzten“, sagte Lemke. „Unsere Ozeane versinken im Müll. Die Vermüllung der Meere durch Unmengen von Plastik ist ein riesiges Umweltproblem, das der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch dem Menschen schadet.“

Die Absicht der Bundesregierung beschrieb die Ministerin so: „Die neue deutsche Regierung setzt sich für einen ambitionierten globalen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt ein. Darüber hinaus wollen wir, dass die Synergien zwischen Klima-, Natur- und Ressourcenschutz noch effektiver genutzt werden.“

450 Millionen Tonnen Kunststoffe

Weltweit produziert die Industrie jedes Jahr mehr als 450 Millionen Tonnen Kunststoffe, davon werden nur 45 Millionen Tonnen wiederverwertet. Gut 90 Millionen Tonnen entsorgen die Menschen unkontrolliert in die Umwelt, davon gelangen schließlich etwa elf Millionen Tonnen ins Meer, schätzt das UN-Umweltprogramm UNEP. In den Meeren haben sich daraus riesige Müllstrudel gebildet. Strände werden verschmutzt, Meerestiere belastet und das beim Zerfall der Produkte entstehende Mikroplastik gelangt in die Nahrungskette.

Nach der UNEA-Sitzung wurde in Nairobi das 50-jährige Bestehen von UNEP gefeiert. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen ist der wichtigste Player der internationalen Staatengemeinschaft in der Umweltpolitik und wird von der Bundesregierung auf vielfältige Weise unterstützt. Es ist das höchste Entscheidungsgremium der UN im Umweltschutz.

© www.deutschland.de
Beitragsbild: Andreas / Pixabay

Winzige Plagegeister

Woher kommen die Obstfliegen, und wie wirst du sie los?

Taufliegen, besser bekannt als Obst- oder Fruchtfliegen, teilweise auch Essig-, Most- oder Gärfliegen genannt, können uns manchmal den letzten Nerv rauben. Von den mehr als 3000 Arten weltweit kommen bei uns etwa 50 vor.

Da sie meist morgens und abends fliegt, also zu den Zeiten wenn draußen häufig Tau anzutreffen ist, ist der Name Taufliege entstanden.
Betrachtet man die Lebens- und Ernährungsweise der Tiere, wird schnell klar, warum Gär-, Most- oder auch Obstfliege sehr zutreffende Bezeichnungen sind.
Die kleinen, meist nur zwei bis drei Millimeter großen, Insekten ernähren sich sich von gärenden Substanzen.
Also treffen wir sie überall, wo Obst oder Früchte gelagert werden oder Fruchtsäfte gären.

Tau- / Frucht- / Obstfliege
Foto: Reinhold Möller via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Tau- / Frucht- / Obstfliege
Foto: Reinhold Möller via Wikimedia Commons,
CC BY-SA 4.0

Und die Tiere ernähren sich nicht nur von den gärenden Substanzen, sondern die Weibchen legen auch bis zu 400 Eier in gärende Pflanzenstoffe.
Je nach Taufliegen-Art und örtlichen Umwelteinflüssen dauert die Entwicklung der nächsten Generation dann zwischen sieben und 60 Tagen – mehrere Generationen in einem Jahr sind also absolut nicht ungewöhnlich.
Je wärmer es ist, desto schneller die Vermehrung. Da es aber auch im Winter in unseren Wohnungen warm genug ist, sind wir auch im Winter nicht vollkommen sicher vor einem Fruchtfliegenbefall.

Diese rasante Vermehrung erklärt, warum schnelles Handeln erforderlich ist und warum wir einige präventive Verhaltensweisen beherzigen sollten.

Vorbeugung ist besser

Hast du einen Garten, dann versuche reifes Obst entweder gleich zu verzehren oder weiterzuverarbeiten. Fallobst solltest du immer sehr kurzfristig beseitigen.

Wir werden es nicht verhindern können, uns ständig Nachschub der kleinen Plagegeister ins Haus zu holen. Larven und Eier können in Früchten, Obst und Gemüse sein, die wir im eigenen Garten ernten oder beim Einkauf mitbringen.

Versuche, keine überreifen Früchte zu kaufen. Auch Obst mit Rissen in der Schale könnte befallen sein.

Räume, in denen du potentiell interessante Früchte lagerst, solltest du immer gründlich lüften.

Was, wenn sie schon da sind?

Als erstes gilt es, ihre Brutstätten und Verstecke ausfindig zu machen
– Biomüll möglichst mehrfach täglich entsorgen
– kein reifes Obst offen stehen lassen – in fest verschlossenen Behältern lagern und / oder in den Kühlschrank damit (falls die Frucht sich dafür eignet).
– Verstecke können nicht nur überreifes Obst oder Gemüse sein, sondern auch Abfalleimer, Gläser und Flaschen mit kleinen Resten „interessanter“ Flüssigkeiten und auch der Abfluss der Spüle in der Küche.
Sogar ein Schwamm oder Lappen, mit dem du etwas fruchtiges abgewischt hast, dient als Versteck wenn du ihn nicht gleich ausgespült hast.

So, wenn du nun die „Nachschubwege“ abgeschnitten hast, solltest du jetzt die überlebenden Insekten fangen.

Hierzu kannst du verschiedene (*)Fruchtfliegenfallen im Handel erwerben, oder du versuchst es mit Hausmitteln und selbst gebauten Fallen.
Wie das geht, erfährst du im Nachhaltigkeits-ABC.

Zusammenfassung:

  • Frische Lebensmittel immer möglichst zeitnah verzehren oder für die Obstfliegen unerreichbar lagern.
  • Küche und ggf. Speisekammer gerade im Sommer besonders sauber halten, Essenreste sofort entsorgen und Flächen abwischen. Lappen oder Schwamm dann sofort ausspülen.
  • Um erfolgreich zu sein, musst du den Insekten die Lebensgrundlage entziehen und alle herumschwirrenden Tiere in Fallen fangen.
  • Willst du im Winter möglichst keine Fruchtfliegen in der Wohnung, solltest du den Sommer über jeden Befall sehr gründlich bekämpfen.

Zero Waste

Hinter Zero Waste steht der Gedanke Abfälle möglichst auf Null zu reduzieren, indem zum Beispiel in Unverpackt-Läden eingekauft wird, keine unnötigen Dinge gekauft und nicht mehr benötigte Gegenstände an andere weitergegeben werden statt sie zu entsorgen.
Dieser Gedanke ist eng verbunden mit dem Idealbild der Circular Economy – der Kreislaufwirtschaft.


Markennamen und geschützte Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Nennung von Markennamen und geschützter Warenzeichen hat lediglich beschreibenden Charakter.

Upcycling

Upcycling und Downcycling sind eigentlich Begriffe aus der Abfallwirtschaft.
Ist der nach dem Recyclingprozess gewonnene Stoff höherwertig als der ursprüngliche, spricht man von Upcycling, ist der neue Stoff geringwertiger spricht man von Downcycling.
Unter Upcycling versteht man im Allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen aber die Wieder- oder Weiterverwendung eines ausgedienten Gegenstandes, wobei dieser auch zweckentfremdet sein kann.
Je länger ein Gegenstand in Gebrauch ist, desto später muss ein neuer angeschafft bzw. produziert werden.
Ist ein Gegenstand auch nach einem Upcycling nicht mehr nutzbar, sollte als Entsorgungsweg auf jeden Fall das Recycling vor der Vernichtung oder einer Endlagerung stehen.