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Blühendes Staudenbeet mit Mulchschicht als natürlicher Hitzeschutz im Naturgarten an einem sonnigen Sommertag.

Der klimaresiliente Garten: Wie dein grünes Paradies entspannt durch den Hitzesommer kommt

Bild: ip6media / canva

Erfahre hier, wie du mit natürlichen Methoden deinen Garten in eine hitzeresistente Oase verwandelst.

Der Sommer hat wieder einmal richtig zugeschlagen. Wenn die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt und das Thermometer tagelang über 30 Grad anzeigt, verändert sich die Stimmung im Garten deutlich. Während wir uns über jeden Sonnenstrahl freuen, hängen die Blätter in den Beeten und Rabatten schlaff herab. Wer möchte, dass alles grün bleibt, muss umdenken. Mit ein paar naturnahen Handgriffen und cleveren Tricks kannst du deinen Garten auch durch die heißesten Sommertage bringen, ohne stundenlang mit dem Gartenschlauch vor dem Beet zu stehen.

Wenn es wochenlang nicht regnet, reicht das tägliche Gießen nicht mehr aus. Viele machen den Fehler, jeden Tag ein bisschen Wasser auf den Rasen und die Beete zu verteilen. Das Problem ist, dass die Wurzeln oben im trockenen Boden bleiben, weil sie sich den Weg nach unten sparen können. Es ist viel besser, seltener zu gießen, dafür aber richtig. Wenn das Wasser tief in die Erde eindringt, müssen sich die Pflanzen anstrengen und ihre Wurzeln dorthin schicken, wo es länger feucht bleibt. So werden sie stark und widerstandsfähig.

Am besten machst du das in den frühen Morgenstunden. Dann ist die Erde noch kühl, die Verdunstung ist gering und das Wasser kommt wirklich dorthin, wo es gebraucht wird. Außerdem trocknen die Blätter im Laufe des Vormittags schnell wieder – ein weiterer Vorteil, der Pilzkrankheiten und hungrige Nacktschnecken fernhält. Wer mehr über wassersparendes Gärtnern erfahren möchte, findet beim NABU (Naturschutzbund Deutschland) hilfreiche und praktische Tipps zur naturnahen Gartenpflege.

Bodenmanagement: Warum die Hacke im Sommer wertvoll ist

Nach dem Gießen oder nach einem kurzen Sommerregen ist es sinnvoll, zur Gartenhacke zu greifen. Es klingt im ersten Moment seltsam: die Erde nach der Bewässerung wieder aufzubrechen? Ja, absolut! Wenn du die oberste Schicht nach dem Wässern leicht lockerst, störst du die sogenannten Kapillarkräfte. Das sind winzige Kanäle im Boden, die wie kleine Strohhalme wirken. Sie ziehen die Feuchtigkeit aus der Tiefe nach oben, wo sie sofort unter der brennenden Sonne verdampft.

Indem du die Oberfläche regelmäßig auflockerst, stoppst du diesen physikalischen Effekt. Das Wasser bleibt dort, wo es hingehört: tief bei den Wurzeln. Das spart viel Wasser und schont deine Nerven.

Humus: Das Lebenselixier für die Zukunft

Ein gesunder, humusreicher Boden wirkt wie ein riesiger Naturschwamm. Er speichert Wasser, gibt vielen Bodenlebewesen ein sicheres Zuhause und versorgt deine Pflanzen kontinuierlich mit Nährstoffen. Wer nachhaltig handeln möchte, sollte auf torfhaltige Produkte aus dem Baumarkt verzichten. Der Abbau von Mooren ist eine große Klimakatastrophe, da dabei viel CO2 freigesetzt wird.

Stattdessen ist der eigene Kompost im Garten durch nichts zu ersetzen. Er ist kostenlos, entsteht direkt vor Ort und bringt eine lebendige Mikrofauna in deine Beete, die den Boden auf natürliche Weise aufbaut. Wer keinen eigenen Kompost hat, kann sich oft bei lokalen Initiativen oder städtischen Wertstoffhöfen umsehen. Das Umweltbundesamt bietet nützliche Informationen zum Thema torffreies Gärtnern.

Mulchschichten: Die natürliche Klimaanlage fürs Beet

Nackte Erde im Sommer ist ein Fehler. Wenn die Sonne ungehindert auf den Boden scheint, verdampft das Wasser schnell und zerstört das Leben in der obersten Schicht. Die Lösung ist einfach und effektiv: Decke den Boden ab! Ob mit Rasenschnitt, Stroh oder organischen Abfällen aus dem eigenen Garten – Mulch schützt vor direkter Hitze, hält die Erde kühler und verringert die Verdunstung.

Besonders in Gemüsebeeten ist diese Methode sehr wirksam. Wenn du dafür altes Schnittgut oder nährstoffreiche Pflanzen wie Brennnesseln verwendest, erreichst du zwei Ziele: Du mulchst die Fläche und düngst die Pflanzen durch den Verrottungsprozess mit wichtigen Mineralien.

Die richtige Pflanzenwahl: Vorausschauend planen

Wer heute im Garten plant, muss das Klima von morgen im Blick haben. Viele traditionelle Zierpflanzen kommen bei Trockenheit schnell an ihre Grenzen. Die Auswahl an trockenresistenten heimischen und mediterranen Pflanzen ist groß und bietet eine Vielfalt für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Arten, die von Natur aus mit wenig Wasser auskommen, sind die beste Investition in die Zukunft. Sie trotzen der Hitze und erfordern in den kommenden Jahren deutlich weniger Pflege.

Flächen entsiegeln und vertikal begrünt durchatmen

Beton, Asphalt und große Steinbeete sind echte Klimakiller im Garten. Sie heizen sich unter der Sonne stark auf, strahlen nächtliche Wärme ab und verhindern das Versickern von Regenwasser. Jeder Quadratmeter entsiegelter Boden ist ein Gewinn für das ökologische Gleichgewicht. Wenn der Platz im Garten knapp ist, bieten Mauern, Zäune und Hauswände hervorragende vertikale Flächen. Grünt man diese mit passenden Kletterpflanzen, kühlen sie die Umgebung im Sommer und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten.

Hecken als natürliche Schutzschilde

Auch Hecken aus heimischen Sträuchern sind im Hitzesommer wertvoll. Sie agieren wie ein natürlicher Windfang. Ständiger Wind trocknet den Boden und die Pflanzen schnell aus. Ein lebender Zaun bremst die Luftmassen, spendet Schatten und schützt die empfindliche Flora im Inneren des Gartens vor dem Verbrennen.

Wenn wir diese natürlichen Methoden – tiefgründiges Wässern, regelmäßiges Hacken, wertvoller Humus, schützender Mulch, kluge Pflanzenwahl, Entsiegelung von Flächen und grüne Windfänger – kombinieren, schaffen wir echte Zukunftsgärten. Sie sind Oasen, die die nächste Hitzewelle problemlos überstehen und für kommende Generationen ein intakter und lebendiger Rückzugsort bleiben.

Historischer Beschluss gegen Plastik

Deutschland wertet die wegweisende Abstimmung der UN-Umweltversammlung Unea in Nairobi zu Plastikmüll als großen Erfolg.

Die UN-Umweltversammlung UNEA will die Verschmutzung der Welt mit Plastikmüll beenden. Auf ihrer 5. Sitzung im März 2022 in Nairobi verabredeten die Mitglieder, bis 2024 ein rechtlich bindendes Abkommen zu schließen, das den umweltgerechten Umgang mit Plastik von der Herstellung, über den Gebrauch bis hin zu Wiederverwertung oder Entsorgung im Müll regelt. Deutschland sieht in dem Beschluss einen großen Erfolg, „vergleichbar mit dem Pariser Klimaschutzabkommen“, sagte die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke in Nairobi.

Der umfassende Ansatz im Kampf gegen Plastikmüll war ein zentrales Anliegen der deutschen Regierung, für das sie sich gemeinsam mit vielen afrikanischen, lateinamerikanischen, asiatischen und europäischen Staaten lange eingesetzt hatte. Der internationale und multilaterale Kampf gegen den Klimawandel und für einen besseren Schutz der Umwelt ist eines der zentralen Ziele der Regierungskoalition. „In Deutschland, in Europa und international werde ich mich für starke und verbindliche Regelungen zum Plastikmüll und zum Meeresschutz einsetzten“, sagte Lemke. „Unsere Ozeane versinken im Müll. Die Vermüllung der Meere durch Unmengen von Plastik ist ein riesiges Umweltproblem, das der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch dem Menschen schadet.“

Die Absicht der Bundesregierung beschrieb die Ministerin so: „Die neue deutsche Regierung setzt sich für einen ambitionierten globalen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt ein. Darüber hinaus wollen wir, dass die Synergien zwischen Klima-, Natur- und Ressourcenschutz noch effektiver genutzt werden.“

450 Millionen Tonnen Kunststoffe

Weltweit produziert die Industrie jedes Jahr mehr als 450 Millionen Tonnen Kunststoffe, davon werden nur 45 Millionen Tonnen wiederverwertet. Gut 90 Millionen Tonnen entsorgen die Menschen unkontrolliert in die Umwelt, davon gelangen schließlich etwa elf Millionen Tonnen ins Meer, schätzt das UN-Umweltprogramm UNEP. In den Meeren haben sich daraus riesige Müllstrudel gebildet. Strände werden verschmutzt, Meerestiere belastet und das beim Zerfall der Produkte entstehende Mikroplastik gelangt in die Nahrungskette.

Nach der UNEA-Sitzung wurde in Nairobi das 50-jährige Bestehen von UNEP gefeiert. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen ist der wichtigste Player der internationalen Staatengemeinschaft in der Umweltpolitik und wird von der Bundesregierung auf vielfältige Weise unterstützt. Es ist das höchste Entscheidungsgremium der UN im Umweltschutz.

© www.deutschland.de
Beitragsbild: Andreas / Pixabay

Nachhaltigkeits-ABC

Immer mehr und immer schneller erreichen uns heute Nachrichten, die mit KlimawandelMonokulturen, Bedrohung unserer Gesundheit durch UmweltverschmutzungLuftverschmutzungErderwärmungTreibhaus-effektWaldsterbenSauren Regen (der war schon vor 30 Jahren ein Thema), Artensterben, Endlichkeit fossiler Rohstoffe, … zu tun haben.

In der gleichen Geschwindigkeit fliegen uns Begriffe um die Ohren wie NachhaltigkeitUpcyclingZero-Wastevirtuelles Wasser, …

Im Nachhaltigkeits-ABC versuche ich diese Begriffe möglichst kurz und verständlich zu erklären.


Markennamen und geschützte Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Nennung von Markennamen und geschützter Warenzeichen hat lediglich beschreibenden Charakter.


Beitragsbild: Alexas Photos / Pixabay. Bearbeitet von ip6media, Peter von Hacht

Artensterben

Das Artensterben ist zwar ein ganz natürlicher Vorgang, aber wir Menschen beschleunigen ihn durch unser Tun deutlich.
Durch Monokulturen gehen natürliche Lebensräume verloren, der Klimawandel sorgt, vor allem in der von uns verursachten Geschwindigkeit, verändert Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Nicht alle schaffen es, sich anzupassen.
Unsere Umwelt war einmal ein funktionierendes Ökosystem in dem jedes Tier und jede Pflanze einen Platz oder eine Aufgabe hatte.
So lange, bis wir Menschen begonnen haben massiv in das System einzugreifen.
Durch unser Konsumverhalten können wir dazu beitragen, dass Arten geschützt werden und sich Bestände erholen können.