Archiv des Monats: Juli 2022

Kreislaufwirtschaft

Das Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft wäre die Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy.
In diesem (Ideal-)Modell werden der Einsatz von Ressourcen, Emissionen und die Abfallproduktion minimiert indem Produkte durch Wiederverwendung, Instandhaltung, Reparatur und Weiterverwendung (Upcycling) möglichst lange im Kreislauf gehalten werden bevor sie schließlich dem Recycling zugeführt werden.

FSC-Zertifikat

Der 1993 in Bonn gegründete FSC (Forest Stewardship Council) hat das Ziel eine nachhaltige Waldnutzung zu sichern und stellt dazu weltweit einheitliche Standards auf.
Ein FSC-zertifiziertes Produkt stammt also aus nachhaltiger und umweltgerechter Waldnutzung. Durch unabhängige Zertifizierungsstellen wird jährlich die Einhaltung der Standards kontrolliert.
Zertifiziert wird zum Einen die Forstwirtschaft, zum Anderen Produktketten von Produkten die direkt oder indirekt aus Holz bestehen.

Unbekannter Autor, Public domain,
via Wikimedia Commons

Auf Millionen von Produkten weltweit findet sich das FSC-Siegel. Während die Kriterien bei Holzprodukten verglichen mit anderen Siegeln strikter und hochwertiger sind, ist FSC bei Papierprodukten nach Angaben des Umweltbundesamtes nur zweite Wahl.
Hier wäre der Blaue Engel das bessere Siegel.

  • Besteht ein Produkt zu 100 % aus FSC-zertifiziertem Holz, wird es nur mit dem FSC-Zeichen, der Zertifizierungsnummer des Herstellers sowie und einem Erklärungssatz gekennzeichnet.
  • Produkte aus weniger als 100 % FSC-Holz können genau so gekennzeichnet werden, wenn zusätzlich der Anteil an FSC-zertifiziertem Holz in Prozent angegeben wird.

Downcycling

Upcycling und Downcycling sind eigentlich Begriffe aus der Abfallwirtschaft.
Ist der nach dem Recyclingprozess gewonnene Stoff höherwertig als der ursprüngliche, spricht man von Upcycling, ist der neue Stoff geringwertiger spricht man von Downcycling.
Unter Upcycling versteht man im Allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen aber die Wieder- oder Weiterverwendung eines ausgedienten Gegenstandes, wobei dieser auch zweckentfremdet sein kann.
Je länger ein Gegenstand in Gebrauch ist, desto später muss ein neuer angeschafft bzw. produziert werden.
Ist ein Gegenstand auch nach einem Upcycling nicht mehr nutzbar, sollte als Entsorgungsweg auf jeden Fall das Recycling vor der Vernichtung oder einer Endlagerung stehen.

Circular Economy

Das Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft wäre die Circular Economy, eine Kreislaufwirtschaft also.
In diesem (Ideal-)Modell werden der Einsatz von Ressourcen, Emissionen und die Abfallproduktion minimiert indem Produkte durch Wiederverwendung, Instandhaltung, Reparatur und Weiterverwendung (Upcycling) möglichst lange im Kreislauf gehalten werden bevor sie schließlich dem Recycling zugeführt werden.

Biodiversität

Biodiversität meint biologische Vielfalt und trifft eine Aussage über die Fülle unterschiedlichen Lebens in einem begrenzten Gebiet.
Somit stellt die Biodiversität ein wichtiges Kriterium dar bei der Beurteilung eines Gebietes hinsichtlich seiner Schutzwürdigkeit im Naturschutz.
Letztlich wird damit auch eine Aussage über die nachhaltige Bedeutung des Gebietes für uns Menschen getroffen.

Artensterben

Das Artensterben ist zwar ein ganz natürlicher Vorgang, aber wir Menschen beschleunigen ihn durch unser Tun deutlich.
Durch Monokulturen gehen natürliche Lebensräume verloren, der Klimawandel sorgt, vor allem in der von uns verursachten Geschwindigkeit, verändert Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Nicht alle schaffen es, sich anzupassen.
Unsere Umwelt war einmal ein funktionierendes Ökosystem in dem jedes Tier und jede Pflanze einen Platz oder eine Aufgabe hatte.
So lange, bis wir Menschen begonnen haben massiv in das System einzugreifen.
Durch unser Konsumverhalten können wir dazu beitragen, dass Arten geschützt werden und sich Bestände erholen können.

Graues Wasser

Bei dem Begriff “Graues Wasser” handelt es sich eigentlich um eine Kennziffer über die Gewässerverschmutzung. Allerdings ist hier nicht die direkte Schadstoffmenge gemeint, sondern die Wassermenge, die theoretisch notwendig wäre um das verunreinigte Wasser so weit zu verdünnen, dass es wieder vereinbarte Qualtätsnormen einhalten kann.
Graues Wasser entsteht bei jeder Produktion – ob industriell oder landwirtschaftlich.

Auto Lüftungssteuerung ©Joshua Carr / Pixabay

Autofahren im Sommer: Klimaanlage an oder aus?

Text ursprünglich veröffentlicht von Gábor Paál auf swr.de

Ist Autofahren bei offenem Fenster oder mit Klimaanlage besser?

Eine Faustregel lautet: Bei kleineren Geschwindigkeiten im Ortsverkehr lieber das Fenster aufmachen, bei höherem Tempo lieber die Klimaanlage einschalten. Denn es ist ja so:
Am offenen Fenster verwirbelt sich die Luft, dadurch entsteht ein zusätzlicher Luftwiderstand, und dieser zusätzliche Luftwiderstand wächst exponentiell mit der Geschwindigkeit: Je schneller man fährt, desto schneller verwirbelt sich die Luft und man braucht also mehr Energie.

Klimaanlage braucht bei höherem Tempo weniger Energie

Bei der Klimaanlage ist es dagegen umgekehrt: Bei höheren Geschwindigkeiten braucht sie weniger Energie, weil das Auto in Bewegung ist und sich dadurch nicht so stark aufheizt, wie wenn es in der prallen Sonne stehen würde; die Klimaanlage muss dadurch also nicht so viel runterkühlen.

Beim offenen Fenster steigt also der Energiebedarf mit wachsender Geschwindigkeit, und bei der Klimaanlage sinkt der Energiebedarf mit wachsender Geschwindigkeit. Das heißt, dass es irgendwo einen Punkt gibt, an dem das eine besser ist als das andere. Als Richtwert sagt man, dass dieser Punkt etwa bei 70 bis 100 Stundenkilometern liegt. Ungefähr ab da ist die Klimaanlage auf jeden Fall besser. Im Einzelfall hängt das auch von der Bauart der Klimaanlage ab. Es gibt Klimaanlagen, die kaum noch etwas verbrauchen, also maximal vielleicht 0,2 Liter auf 100 km.

Vor Fahrtbeginn: Auto durchlüften

Und natürlich kommt es auch darauf an, wie weit man die Temperatur herunterkühlen muss. Wenn man es richtig kalt haben will, braucht die Klimaanlage natürlich auch viel mehr Energie.

Noch ein Tipp: Wenn man losfahren möchte und das Auto davor in der prallen Sonne stand und entsprechend aufgeheizt ist, sollte man erst mal gut durchlüften und bei leicht offenem Fenster losfahren, bis die ganz heiße Luft draußen ist. Denn es ist für die Klimaanlage wirklich ein Riesenunterschied, ob sie von 45 Grad herunterkühlen muss oder vielleicht nur von 26 oder 27 Grad.

…..

Der Text dieses Beitrags steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 und wurde von uns nicht verändert.
Beitragsfoto: Joshua Carr / Pixabay